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Knochenforschung: ISAS am neuen Sonderforschungsbereich „DIONE“ beteiligt

Dortmund, 1. Dezember 2023

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen unserem Immunsystem und Knochenbrüchen? Wieso können Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Erkrankungen wie Psorias-Arthritis oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen das Skelett beeinträchtigen? Diesen Fragen gehen Wissenschaftlicher:innen im neuen Sonderforschungsbereich (SFB) / Transregio 369 „DIONE“ erstmals nach. Forschende an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg, Technischen Universität Dresden, am ISAS sowie an der Universität Ulm untersuchen die entzündungsbedingte Knochendegeneration. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert „DIONE – DegeneratIon of bONE induced by inflammation“ zunächst für vier Jahre.

Zwar ist bekannt, dass das Immunsystem bei einer Entzündung reagiert und verschiedene Mediatoren wie etwa Metabolite (Stoffwechselprodukte) freisetzt. Letztere wirken sich auf den Knochenumbau aus, indem sie das Gleichgewicht zwischen Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen) und Osteoklasten (knochenabbauende Zellen) beeinflussen. Doch wie genau die intra- und extrazellulären Regelkreise die Entzündungen und Skelettreaktionen steuern, blieb bisher unerforscht. Das möchten die Wissenschaftler:innen bei DIONE ändern, indem sie die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse zu entzündlichen Erkrankungen aus der Immunologie sowie der Knochenbiologie bei ihrem Forschungsvorhaben berücksichtigen.  

So werden Forschende am ISAS und der FAU mithilfe verschiedener Mikroskopie-Verfahren der Frage nachgehen, ob verschiedene Osteoklasten-Subpopulationen neben ihren unterschiedlichen Ursprüngen unterschiedliche Aktivierungsprofile und Funktionen aufweisen. „Über die individuellen Regulationsmechanismen verschiedener Osteoklasten-Subtypen während unterschiedlicher Entzündungsprozesse möchten wir mehr über deren Einfluss auf die krankheitsspezifischen Knochenschädigungen herausfinden. So möchten wir mithilfe dieser neuen Erkenntnisse potenzielle Angriffspunkte für spezifischere Therapien verschiedener skelettassoziierter Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis und Osteoporose identifizieren“, sagt Prof. Dr. Anika Grüneboom von der ISAS-Arbeitsgruppe Bioimaging. Gemeinsam mit Prof. Dr. Gerhard Krönke (FAU / Charité – Universitätsmedizin Berlin) leitet sie das entsprechende „DIONE“-Teilprojekt.

Prof. Dr. Anika Grüneboom

© ISAS / Hannes Woidich

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