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Ein kleiner, aber sehr wichtiger Schritt

Dortmund, 28. Januar 2025

„Überwältigend” – so beschreibt Susmita Ghosh das Gefühl, als sie erfuhr, dass ihr Förderantrag erfolgreich war. Sie hat zusammen mit einer Kooperationspartnerin 10.000 Euro beim DFG Sonderforschungsbereich TRR 332 »Neutrophils: origin, fate & function« für ihr Pilotprojekt erhalten. Die 28-Jährige ist seit Oktober 2021 Doktorandin in der Arbeitsgruppe Biofluoreszenz am ISAS. Die finanzielle Unterstützung ist die erste Förderung ihrer Karriere.

Auf dem Prüfstand: Interaktion zwischen Neutrophilen und Tumorzellen

In ihrer Forschung befasst sich die Biologin mit der Analyse von Proteinen in Neutrophilen Granulozyten. Neutrophilen zählen zu den weißen Blutkörperchen und sind ein wichtiger Teil unseres Immunsystems. In Situationen wie nach Schlaganfällen, Herzinfarkten oder bei Krebserkrankungen können sich die Neutrophilen aber auch gegen den Körper wenden und den Gesundheitszustand verschlechtern. Warum dies so ist, will Ghosh herausfinden. In ihrem vom TRR 332 unterstützten Pilotprojekt »Dissecting the neutrophil-tumor cell interactome using SILAC-labelling« (Entschlüsselung des Neutrophilen-Tumorzell-Interaktoms mittels SILAC-Markierung) geht es darum, wie Neutrophilen und Krebszellen interagieren. Den Förderantrag reichte Ghosh gemeinsam mit Dr. Claudia Tulotta vom Institut für Experimentelle Pathologie an der Universität Münster ein. Von der finanziellen Unterstützung gehen 4.000 Euro nach Dortmund für Ghoshs Forschung beim Pilotprojekt und 6.000 Euro nach Münster.

Susmita Ghosh at the ultrasensitive mass spectrometer.

Susmita Ghosh forscht seit 2021 am ISAS. Die damals 25-Jährige wagte für ihre Dissertation mitten in der Pandemie den Schritt von Kolkata (Indien) nach Dortmund. Mehr dazu berichtet sie im Interview.

© ISAS / Hannes Woidich

Besonderen Dank möchte Ghosh auch ihren Betreuern Prof. Dr. Albert Sickmann sowie Prof. Dr. Matthias Gunzer aussprechen – „nicht nur für ihre Unterstützung, sondern auch für ihr Feedback zum Vorhaben. Ich bin fest davon überzeugt, dass Kritik uns besser macht.“ Ihre Zukunft sieht sie in der Wissenschaft. Auch deshalb ist die Förderung für sie von besonderer Bedeutung: „Mein Ziel ist es, eines Tages eine Forschungsgruppe zu leiten. Die Förderung für das Pilotprojekt ist ein kleiner, aber sehr wichtiger Schritt für meinen beruflichen Weg.“

(Nadine Kuhnen / Sara Rebein)

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