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Spannende Einblicke in die Thrombozytenforschung

Dortmund, 9. März 2022

Im überregionalen Sonderforschungsbereich Transregio 240 (SFB TRR 240), untersuchen Wissenschaftler:innen aus Würzburg, Tübingen, Greifswald und Dortmund die komplexen und bisher nur wenig verstandenen Funktionen von Thrombozyten (Blutplättchen). So wollen sie dazu beitragen, dass Ärzt:innen Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, akutes Lungenversagen und Krebs zukünftig besser behandeln können.

Um einen tieferen Einblick in die molekularen Mechanismen der Thrombozyten zu bekommen, beteiligt sich das ISAS unter anderem mit modernen (Phospho-)Proteomics-Ansätzen. Dazu untersuchen die Forscher:innen mittels Massenspektrometrie das (Phospho-)Proteom der Thrombozyten, das heißt die Gesamtheit aller Proteine zu einem bestimmten Zeitpunkt. So gewinnen sie Informationen über die Veränderungen in der Menge, den Interaktionen und den sogenannten posttranslationalen Modifikationen der Proteine. Unter letzterem Prozess versteht man die chemischen Veränderungen bereits gebildeter Proteine, also nach vollständiger Translation. Viele dieser posttranslationalen Modifikationen steuern die Funktion der Proteine. Die beim SFB TRR 240 gewonnenen Erkenntnisse können dabei helfen, ein tieferes Verständnis der Physiologie der Thrombozyten und ihrer Signalübertragung zu erlangen.

Einen Einblick in die Arbeit des Konsortiums gibt ein neues Video, das auch Aufnahmen aus dem ISAS enthält:

TR_240 Imagefilm

Was ist Phosphoproteomics?

Phosphoproteomics ist ein Teilgebiet der Proteomics. Dabei untersuchen Forscher:innen Proteine, die eine Phosphatgruppe als posttranslationale Modifikation enthalten. Das bedeutet, dass nach vollständiger Translation und Proteinsynthese, eine Phosphatgruppe an das Protein bindet. Diese Prozesse, auch Phosphorylierungen genannt, führen zu einer strukturellen Veränderung der Moleküle und ihrer Funktion. Da sie viele essenzielle Prozesse und Veränderungen in biologischen Zellen steuern, bezeichnet man diese Proteine auch als molekulare Schalter. Mithilfe der Phosphoproteomanalysen können Wissenschaftler:innen die Gesamtheit der Phosphorylierungen sowie ihre Veränderungen beobachten.

(Cheyenne Peters)

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