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Journalisten der TU Dortmund zu Gast im Labor

Dortmund, 26. Januar 2022

Schwefelwasserstoff riecht wie faule Eier, doch Dr. habil. Milos Filipović kann von diesem Gas nicht genug bekommen. Schon der Name seiner Arbeitsgruppe ERC-Sulfaging verrät: Es gibt einen Zusammenhang zwischen Schwefel, lateinisch Sulfur, und dem Altern, englisch Aging. Wenn Filipović von seiner Forschung spricht, wird klar, warum er für das unangenehm riechende Gas schwärmt: Schwefelwasserstoff hält unsere Zellen jung.

Milos Filipovic im Interview.

Dr. habil. Milos Filipović im Interview mit Studierenden des Instituts für Journalistik der TU Dortmund.

© ISAS

Wenn der Mensch altert, oxidieren die Proteine in seinen Zellen. Der Grund dafür ist der Kontakt mit Wasserstoffperoxid, einem Abfallprodukt im menschlichen Stoffwechsel. Hier kommt Schwefelwasserstoff ins Spiel, und schützt die Proteine vor eben dieser Oxidation. Diese chemische Reaktion nennt sich Persulfidierung. Um Alterungsprozesse künftig zu verlangsamen oder altersbedingte Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson aufzuhalten, entschlüsselt Filipovićs Team unter anderem die Mechanismen der Schwefelwasserstoff-Aktionen in den Zellen. Unterstützt werden die Forscher:innen bei ihrer Analyse der Persulfidierung von Fadenwürmern. Caenorhabditis elegans, ein gerade Mal ein Millimeter langer, in der Altersforschung beliebter Wurm, spielt auch in Filipovićs Labors eine große Rolle.

Weshalb der Forscher diesen Modellorganismus nutzt und wie viele Lebenstage eines Wurms ein Menschenjahr sind, hat der Biochemiker nun Studierenden aus dem Institut für Journalistik an der TU Dortmund berichtet. Nach dem Interview ging es für den Filmbeitrag weiter ins Labor.

Förderung des Forschungsprojekts Sulfaging

Für dieses Projekt wurden Fördermittel des Europäischen Forschungsrats (ERC) im Rahmen des Programms der Europäischen Union für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ bereitgestellt (Finanzhilfevereinbarung Nr. 864921).

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