Ein neues Verfahren aus dem ISAS kombiniert Raman-Mikroskopie und bildgebende Massenspektrometrie, und es zeigt: Erstmals lässt sich die räumliche Verteilung von Lipiden auf zellulärer und subzellulärer Ebene sichtbar machen – inklusive weiterer essentieller Informationen. Die neue Analysemethode hat ein hohes Potenzial für die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen wie Morbus Fabry, bei denen sich Moleküle lokal im Gewebe verändern.

Dr. Jianxu Chen übernimmt eine Professur für KI für die Biomedizinische Analytik an der Universität Duisburg-Essen. Mit seiner Arbeitsgruppe am ISAS entwickelt er KI-Methoden, mit denen sich gewaltige Mengen komplexer Mikroskop-Aufnahmen umfassend auswerten lassen.

Neutrophile Granulozyten lassen sich in zwei stabile Untergruppen mit völlig unterschiedlichen
Funktionen einteilen. Entscheidend ist dabei das Oberflächenprotein CD177. Erstmals konnten Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und des ISAS mit einer neuen integrierten Proteomics- und
Lipidomics-Analyse zeigen, dass sich die molekularen Signaturen in CD177-definierten
Neutrophilen stark voneinander unterscheiden. Der Besitz dieses Oberflächenproteins hat Auswirkungen auf Krankheitsverläufe, etwa bei Hals- und Kopftumoren.

Obwohl das Darmmikrobiom eine zentrale Rolle bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen spielt, wird es kaum für die Diagnostik und Therapie genutzt. MikrobiomProCheck soll dies ändern. Forschende analysieren NRW-weit molekulare Daten aus dem Darm von jungen und Erwachsenen Patient:innen, unter anderem mithilfe von KI. Ihr Ziel in Kooperation mit Biotechnologie-Unternehmen: neue personalisierte Therapieoptionen für Betroffene auf den Weg bringen.

Forschende aus NRW arbeiten beim kürzlich gestarteten Forschungsprojekt HI-FIVE an einem neuen Ansatz zur Behandlung von Herzinsuffizienz. Sie entwickeln Wirkstoffe, die gezielt ein wichtiges Enzym bremsen sollen – mit dem Ziel, Lücken in der medikamentösen Versorgung von Patient:innen mit Herzschwäche zu schließen.

Im neuen EU-Netzwerk METAMIC 3 erforschen Nachwuchswissenschaftler:innen die Rolle von Mikrobiomen im Kontext von „One Health” für ihre Dissertation. Dabei kommen Metaproteomics-Methoden zum Einsatz. Weiterhin sind für die Promotion Aufenthalte an verschiedenen europäischen Einrichtungen vorgesehen. Die Doktorand:innen-Stellen sind ab sofort ausgeschrieben.

Eine unabhängige Kommission hat das ISAS im Auftrag der Leibniz-Gemeinschaft vor Kurzem evaluiert. Das Ergebnis steht nun fest und zeigt, warum Bund und Länder die Forschung am ISAS weiter fördern sollen.

Das Wanderungsverhalten von Immunzellen gibt Aufschluss über wichtige Vorgänge im Körper, beispielsweise bei einer lebensgefährlichen Blutvergiftung. Um das Tempo und die Beweglichkeit dieser Zellen besser als bislang möglich messen zu können, haben Forschende der Universität Duisburg-Essen und des ISAS das ComplexEye-Mikroskop inkl. KI-Analyse entwickelt.

Sie sind für das bloße Auge unsichtbar, fühlen sich in einem Bett aus Algen wohl und lassen sich stammesgemäß über die Atemluft bestimmen. Die Rede ist von Bakterien. Neben den Schülerinnen sind sie die Protagonisten des Girls' Day 2025 am ISAS. Zwölf Mädchen haben die Gelegenheit, verschiedene Experimente durchzuführen, um Bakterien sichtbar zu machen. Ziel ist es, mehr über Analyseverfahren für die Gesundheitsforschung mittels praktischer Beispiele zu erfahren.
