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Klebstoff für Krebspatient:innen: Suyuan Chen gewinnt Merck Innovation Cup 2021

Dortmund, 24. August 2021

Suyuan Chen, Doktorand der Arbeitsgruppe Proteomics, hat mit seinem Team „Drug Discovery Technologies“ den Merck Innovation Cup 2021 gewonnen. Gemeinsam mit sechs anderen Nachwuchswissenschaftler:innen aus Israel, Kanada, London und München hat er einen Plan ausgearbeitet, wie man molekularen Klebstoff erschaffen und in Zukunft noch besser in der Krebsbehandlung einsetzen kann.

Diese kleinen Moleküle stabilisieren eine Wechselwirkung zwischen Proteinen, die normalerweise kaum interagieren. So können Forscher:innen krankmachende Proteine an andere „kleben“, die der Körper anschließend zerstört. Über die Details ihrer Idee dürfen die Doktorand:innen und Postdocs aus den Disziplinen Biochemie, (Struktur-)Biologie, chemische Proteomik sowie medizinische und organische Chemie öffentlich nicht sprechen. Die Gewinner-Idee hat Merck aufgenommen, um sie im Konzern weiter zu verfolgen. „Ich freue mich nicht nur über den Gewinn, sondern vor allem auch darüber, dass unsere Idee dazu beitragen könnte, die Wirkstoffentwicklung für Krebstherapien voranzutreiben“, sagt Chen.

Jedes Jahr können sich Nachwuchsforscher:innen für einen Platz im Summercamp inklusive Wettbewerb des deutschen Wissenschafts- und Technologiekonzerns Merck KGaA  bewerben. Nach einem zweistufigen Auswahlverfahren im Juni 2021, basierend auf Lebenslauf und Projektideen, wurden die Bewerber:innen in sechs Teams eingeteilt: Oncology, Immuno-Oncology, Immunology, Drug Discovery Technologies, Digitalization und Pandemic Threat. Innerhalb einer Woche Ende Juni mussten die Teams nicht nur gemeinsam ihre Ideen entwickeln, sondern auch einen vollständigen Businessplan ausarbeiten und vorstellen. Für Chen und seine Mitstreiter:innen hat sich die intensive Arbeit in der kurzen Zeit gelohnt: Das Team hat den ersten Platz belegt und 20.000 Euro gewonnen, über die es frei verfügen kann.

Perspektivwechsel & mehr als nur ein Wettbewerb

Das „Innovation Cup Summer Camp“ – pandemiebedingt online-stattfindend – bot den Teilnehmer:innen mehr als nur einen Wettbewerb. In Vorträgen und Diskussionsrunden vermittelten ihnen Expert:innen die technische und ökonomische Sicht eines Konzerns auf neue Forschungsideen. Zusätzlich lernten die Nachwuchswissenschaftler:innen, wie man Vorhaben einem Konzernmanagement erfolgreich präsentiert. „Es ist sehr spannend zu lernen, wie die Industrie denkt und wie die Business-Seite für sie aussieht“, resümiert Chen. Besonders gefallen habe ihm außer dem Perspektivwechsel die Möglichkeit, so viele Gleichgesinnte aus der ganzen Welt kennen zu lernen: „In einer so bunt zusammengewürfelten Gruppe lernt man viel über Teamwork und darüber, mit Kritik umzugehen.“ Zukünftig möchte der 30-Jährige über die Alumni-Gruppe weiter Kontakt mit seinen Mitstreiter:innen halten und sein Netzwerk um neue internationale Partner- und Freundschaften erweitern. Das Preisgeld wollen die Gewinner:innen nutzen, um sich, sobald es die Pandemie zulässt, endlich persönlich zu treffen.

(Cheyenne Peters)

Suyuan Chen presents his Merck Innovation Cup.

Suyuan Chen präsentiert seinen Merck Innovation Cup.

© ISAS

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