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Glückwunsch zur Habilitation an Dirk Janasek

Dortmund, 13. Juli 2022

Das ISAS gratuliert PD Dr. Dirk Janasek zum Abschluss seiner erfolgreichen Habilitation im Fachgebiet „Angewandte Analytik und Mikrofluidik“ an der Fakultät für Bio- und Chemieingenieurwesen (BCI) der TU Dortmund. Seit 20 Jahren forscht der Biochemiker zu mikrofluidischen Systemen, 19 davon am ISAS.

Zur Mikrofluidik gehören der Transport und die Analyse kleiner Flüssigkeitsmengen. In seiner Forschung nutzt Janasek die Free-Flow Elektrophorese: Ein elektrisches Feld separiert ein injiziertes Stoffgemisch entlang einer mit Elektrolyt-Lösung gefüllten Kammer in verschiedene Zonen. In der Diagnostik lassen sich damit aus Proben, etwa Blut oder Speichel, innerhalb von Millisekunden verschiedene Analyten, beispielsweise in Proteine oder Nukleinsäuren, trennen.

Portrait von PD Dr. Dirk Janasek.

© Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften - ISAS - e.V.

Der gebürtige Waldheimer schloss 1999 seine Promotion zu Enzymsensoren an der Martin-Luther-Universität (MLU) Halle-Wittenberg ab. Danach führte ihn sein Weg als Leopoldina-Post-Doc von der MLU an das Imperial College London. Seit 2003 arbeitet Janasek am ISAS, wo er die Arbeitsgruppe Standardisierung leitet.

In seinem Habilitationsvortrag referierte Janasek Mitte Juli über papierbasierte mikrofluidische Testsysteme. Bekannte Beispiele für diese Diagnostik sind Blutzucker- und Blutgerinnungstests. „Das Besondere an diesen mikrofluidischen Systemen ist, dass auch Laien sie nutzen können, um Erkrankungen zu diagnostizieren“, erklärte Janasek. In seinem Vortrag demonstrierte er, dass diese Point-of-Care-Tests (POC-Test) vor allem in Entwicklungsländern eine ökonomische Alternative zur herkömmlichen Labordiagnostik darstellen. „Papierbasierte POC-Tests sind nicht nur schnell und zuverlässig, sondern auch kostengünstig herzustellen sowie einfach zu handhaben. Da sie aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bestehen, lassen sie sich außerdem mit einem kleinen ökologischen Fußabdruck produzieren und entsorgen“, resümierte der 52-Jährige.

(Bettina Dirauf)

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