Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa verlaufen bei Patient:innen unterschiedlich. Während einige Betroffene gut auf Therapien ansprechen, bleibt die Behandlung bei anderen erfolglos. Die Mehrheit der Erkrankten leidet lebenslang an CED. Die Folge sind unter anderem eine hohe Zahl von Krankenhausaufenthalten und ein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Ein zentraler Faktor für CED ist neben genetischen Ursachen und Umweltfaktoren das Darmmikrobiom – die Gesamtheit der Mikroorganismen im menschlichen Verdauungstrakt.
Bei CED gerät das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht. Deswegen setzt genau hier das Forschungsprojekt MikrobiomProCheck an. Ziel ist es, die Rolle des Darmmikrobioms bei CED besser zu verstehen und aus den gewonnenen Erkenntnissen neue Möglichkeiten zur Diagnose und personalisierten Therapie zu entwickeln. Dafür vereint MikrobiomProCheck Partner aus der außeruniversitären und universitären Forschung, Klinik und Biotechnologie. Beteiligt sind neben dem ISAS, das die Projektleitung inne hat, die Universitäten Bonn, Bielefeld und Duisburg-Essen sowie die Unternehmen Biofidus AG und Lead Discovery Center GmbH.
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