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Dortmund, 30. April 2026

Von der Schilddrüse auf das Herz blickend – bis vor kurzem forschte Dr. Susanne Grund mit anderen Wissenschaftler:inen daran, wie sich Schilddrüsenhormone auf einen Herzinfarkt auswirken. Bei HI-FIVE lernt die Postdoktorandin das Herz aus einer neuen Perspektive kennen.

Dr. Susanne Grund untersucht mit dem Elektronenmikroskop aus Satmmzellen generierte Kardiomyozyten.

© ISAS

Ein typischer Tag im Labor beinhaltet für Dr. Susanne Grund Experimente, die sie in vitro (im Reagenzglas) und in vivo (am lebenden Organismus) durchführt. So arbeitet die 36-Jährige beispielsweise mit humanen Stammzellen. „Wir generieren aus den Stammzellen unter anderem Herzmuskelzellen. Anschließend bringen wir diese mit verschiedenen GRK5-Inhibitoren in Kontakt und beobachten die Reaktion in den Zellen“, erklärt die Biologin. Die Erkenntnisse geben Aufschluss darüber, wie die verschiedenen Substanzen die Signalwege der G-Protein-gekoppelte Rezeptorkinasen (GRK) beeinflussen.

Jedes kleine Puzzlestück, das dazu führt, die Herzgesundheit zu verbessern, hilft der Menschheit – und letztlich dem Gesundheitssystem. Ich finde es spannend, einen Teil dazu beizutragen

Dr. Susanne Grund

Zu HI-FIVE gehören auch Versuche mit Mäusen, die an einer sogenannten systolischen oder diastolischen Herzinsuffizienz erkrankt sind. Abhängig von Alter, Geschlecht und Ausprägung der Herzschwäche untersuchen Grund und ihre Kolleg:innen, wie sich die GRK5-Inhibitoren auf die Herzfunktion und körperliche Leistung der Tiere auswirken. Mittels Echokardiografie (Herzultraschall) überprüfen sie etwa die Pumpfunktion des Herzens.

(Isabell Klitzsch)

HI-FIVE
Ein neuer Therapieansatz bei Herzinsuffizienz – daran arbeiten Forschende und Mediziner:innen bei HI-FIVE. Ziel des Verbundprojekts ist es, Herzinsuffizienz künftig präziser behandeln zu können. »HI-FIVE – GRK5-Inhibitoren zur Therapie verschiedener Herzinsuffizienz-Entitäten« ist im Juli 2025 gestartet. Die NRW-Landesregierung und Europäische Union fördern das dreijährige Forschungsprojekt mit ca. 2,1 Mio. Euro.

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