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Ein KI-Agent, der die Sprache der Wissenschaft versteht

Dortmund, 21. August 2026

In einem neuen Projekt wird das ISAS einen KI-Agenten entwickeln, der Forschende bei komplexen biomedizinischen Analysen künftig eigenständig unterstützt. Dafür soll die passende Recheninfrastruktur aufgebaut werden.

Biomedizinische Forschung erzeugt heute riesige, komplexe Datenmengen, etwa aus der Bildgebung oder der Omics-Analytik. Die Auswertung von solchen Datenmengen nimmt von Hand oft Monate in Anspruch, ein KI-Agent kann dieselbe Analyse in einem Bruchteil der Zeit durchführen. Anders als ein einzelnes KI-Modell übernimmt ein KI-Agent dabei autonom komplexe multimodale Workflows: Er plant mehrere Analyseschritte, gleicht Zwischenergebnisse ab und verknüpft verschiedene Analysen miteinander, sodass daraus Forschende wissenschaftliche Zusammenhänge zu Krankheitsverläufen erkennen und neue Hypothesen ableiten können.

Ein Meta-Agent als Übersetzer zwischen Mensch und System

Damit möglichst viele Forschende von diesen KI-Agenten profitieren können, entwickelt das ISAS einen Meta-Agenten als dialogbasierte Zugangsmöglichkeit zum KI-Agenten. Ihm sollen Forschende künftig in natürlicher Sprache beschreiben können, welche wissenschaftliche Frage sie anhand ihrer Daten klären möchten, ganz ohne selbst KI-Workflows zu programmieren. Das soll den Zugang und die effiziente Nutzung des KI-Agenten für Forschende aus einer Bandbreite an Fachbereichen erleichtern und den interdisziplinären Einsatz von KI-Agenten in der Biomedizin fördern.

Forschende am ISAS werden dafür die passende Recheninfrastruktur aufbauen: AGGCInf (AI AGent-native GPU Computing Infrastructure). Je nach Sensibilität der Daten sollen Forschende künftig mit unterschiedlichem Grad an Offenheit und Datensicherheit mit dem KI-Agenten arbeiten können. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das dreijährige Vorhaben mit knapp 5 Mio. Euro. Das Projekt ist eng mit der Leibniz-Initiative „Leibniz Health and Prevention" verknüpft, die Kompetenzen der Leibniz-Gemeinschaft aus Gesundheitsforschung, Prävention und Früherkennung bündelt.

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