Dortmund, 28. Mai 2026
Lukas (15) besucht die zehnte Klasse am Leibniz-Gymnasium in Dortmund. Statt Schulunterricht stand für ihn im Frühjahr 2026 ein Praktikum am ISAS auf dem Plan. Zwei Wochen lang begleitete er die Forschenden der Nachwuchsgruppe AMBIOM – Analysis of Microscopic BIOMedical Images. Im Interview berichtet Lukas, was er während seiner Zeit am ISAS ausprobieren und lernen konnte.
1. Warum hast du dein Schülerpraktikum am ISAS absolviert?
Lukas: Ich habe mich für das Praktikum entschieden, weil ich schon mal vom ISAS als Forschungsinstitut gehört hatte und neugierig war, wie dort gearbeitet wird. Außerdem interessiere ich mich für Chemie und Biologie.
2. Woran hast du während deines Praktikums gearbeitet?
Lukas: Ich war im Team von Dr. Jianxu Chen. In den ersten Tagen durfte ich die Forschung der Gruppe etwas kennenlernen. Zum Beispiel konnte ich mir ein Tutorial darüber ansehen, wie sich Zellen mithilfe von KI voneinander trennen, also segmentieren, lassen. Während meines Praktikums hatte ich auch ein eigenes Projekt: Mit Hilfe von KI habe ich ein Spiel programmiert.
Dafür habe ich eine Webseite als Plattform genutzt und die Programmiersprache Python 3 eingesetzt. Mein fertiges Spiel heißt „Block Jumper's Adventure“ und ist eine Art Jump‘n Run. Man kann als Figuren zwischen drei Rechtecken wählen, die verschiedenen Farben haben. Das Spiel hat unendlich viele Level, die nach dem Startlevel zufällig generiert werden. Außerdem gibt es im Laufe der verschiedenen Level einen Tag-Nacht-Zyklus. Beim Spielen läuft zusätzlich ein Timer. Das Ziel ist es, innerhalb von kurzer Zeit möglichst viel Strecke zurückzulegen, Hindernisse und Gegner zu überwinden und dabei Münzen zu sammeln. Das Spiel kann man im Browser sowohl über das Handy als auch am Computer spielen.

In der Schule sammelte er bereits erste Erfahrungen im Programmieren, am ISAS entwickelte Lukas (15) dann sein eigenes Spiel mittels KI.
© privat
Um das Spiel zu programmieren habe ich ungefähr zwei Arbeitstage gebraucht, am dritten Tag habe ich noch ein paar Verbesserungen eingearbeitet. Zum Abschluss habe ich eine Präsentation über das Projekt gehalten, und es allen aus der Arbeitsgruppe vorgestellt. Dabei habe ich, wie in der Wissenschaft üblich, genau erklärt, wie ich vorgegangen bin, und anschließend Fragen beantwortet
3. Was nimmst du aus deiner Zeit am ISAS mit?
Lukas: In der Schule belege ich im Wahlfach Robotik, da arbeiten wir auch mit dem Betriebssystem Linux und einem Raspberry Pi als kleinen Computer. Ich wusste also schon ein wenig über Programmieren. Am ISAS habe ich zusätzlich erste Erfahrungen mit Python 3 gesammelt und den Umgang mit einer Webseite als Plattform gelernt. Ich durfte mir außerdem Labore der Forschungsgruppe Bioimaging, mit denen AMBIOM kooperiert, anschauen. Ich fand es spannend zu sehen, wie die Forschenden am ISAS arbeiten und wie viele verschiedene wissenschaftliche Fachbereiche dabei zusammenkommen. Es geht nicht nur darum, im Labor zu experimentieren, für die Forschung sind zum Beispiel bei der Datenauswertung auch Computer und KI sehr wichtig.
Hier geht es zu Lukas' Spiel: https://block-jumper-hazel.vercel.app/
(Das Interview führte Elai Arts.)
