Bunte Bohnen und lebendige Moleküle

Wie fühlt sich ein Molekül im Massenspektrometer? Kann man Herzen drucken? Und wie lassen sich Krankheiten mit Jelly Beans diagnostizieren? Diese und andere Fragen konnten wir am 28. September bei der WissensNacht Ruhr beantworten: In der Stahlhalle der DASA hatten ISAS-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler ein großes Labyrinth aus Seilen zusammengebaut, um zu simulieren, wie Moleküle auf ihrem Weg durch ein Massenspektrometer aufgehalten und voneinander getrennt werden. Das Labyrinth war vor allem für die jüngsten Besucher in der DASA ein Riesenspaß, bei dem es regelrechte Wettkämpfe um die schnellste Zeit gab. Besonders flinke „Moleküle“ konnten ihre Masse auch noch durch aufblasbare Schwimmringe vergrößern, um zu testen, ob sie damit schneller oder langsamer wurden.

Etwas geruhsamer ging es direkt neben dem Labyrinth zu: Dort standen „Patientenproben“ aus bunten Jelly Beans bereit, die unsere jungen Besucher nach Farben sortieren konnten. Aus den unterschiedlichen Mengen roter, weißer, blauer oder grüner Bohnen ermittelten die kleinen Hilfswissenschaftler dann ein Spektrum, das sie wiederum einer von vier Krankheiten zuordnen mussten. Als Belohnung für die sorgfältige Auswertung ihrer Daten durften sie die Jelly Beans anschließend mitnehmen.

Und wer dann noch etwas über das Herz lernen wollte, konnte nicht nur seinen eigenen Blutdruck bestimmen lassen, sondern auch ein dreiteiliges 3D-Modell in die Hand nehmen, in dessen Innerem die Herzkammern und Herzklappen gut zu erkennen waren. Parallel arbeitete unser 3D-Drucker daran, ein neues, baugleiches Herzmodell zu produzieren, dem man Schicht für Schicht beim Wachsen zuschauen konnte.

Mit seinen vielfältigen Aktionen war das ISAS in der DASA natürlich nicht allein: Drumherum gab es ein buntes, spannendes und informatives Programm, an dem Besucher und Helfer große Freude hatten. Jede Menge Eindrücke und Bilder bieten die sozialen Medien und demnächst auch die offizielle Website der WissensNacht Ruhr.