Sonderforschungsbereiche mit ISAS-Beteiligung gehen in die Verlängerung

Gute Nachrichten für das ISAS: Der DFG-Sonderforschungsbereich 876, an dem das Institut von Anfang an beteiligt war, wurde in dieser Woche verlängert. Zudem sind wir neuerdings Mitglied in einem weiteren Sonderforschungsbereich (SFB 1116), der ebenfalls kürzlich verlängert wurde. Damit beteiligt sich das ISAS aktuell an drei SFBs; der dritte ist der SFB/TR 240 zum Thema Blutplättchen.

Im SFB 1116 geht es um "Master Switches bei kardialer Ischämie": Ziel des seit 2015 bestehenden Konsortiums ist es, die zentralen molekularen "Schalter" für die Entstehung von Herzinfarkten zu finden und darauf aufbauend neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. Das Projekt wird von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf koordiniert und wurde Ende November um vier Jahre verlängert. Das ISAS ist in diesem SFB als neuer Projektpartner dabei und übernimmt das Teilprojekt A09: Ein Team um Kristina Lorenz, Leiterin der Abteilung Biomedizinische Forschung am ISAS und Professorin an der medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, erforscht molekulare Schutzmechanismen bei Herzinfarkten und insbesondere die Rolle des Proteins RKIP. Ein zweites ISAS-Team um Institutsleiter Albert Sickmann ist am Teilprojekt S01 beteiligt und trägt mit Multiomics-Studien zur Entschlüsselung der Krankheitsmechanismen bei.

Der SFB 876 befasst sich mit der "Verfügbarkeit von Information durch Analyse unter Ressourcenbeschränkung". Der von der TU Dortmund koordinierte SFB läuft bereits seit dem Jahr 2011 und geht mit der aktuellen Verlängerung nun bereits in die dritte Runde. Am ISAS ist ein Team um Roland Hergenröder, Leiter der Arbeitsgruppe Grenzflächenprozesse, für das Teilprojekt B2 verantwortlich. Das Team hat im Rahmen dieses Projekts gemeinsam mit der TU Dortmund den PAMONO-Sensor entwickelt, der auf der SPR-Mikroskopie beruht und Nanopartikel detektieren und optisch sichtbar machen kann. Die Technik wurde zunächst als "Virenscanner" konzipiert, bietet jedoch vielfältige weitere Einsatzmöglichkeiten in Diagnostik und Forschung und soll daher in den kommenden Jahren entsprechend weiterentwickelt werden.