Galadinner mit Joe Biden: Cancer Moonshot treibt die globale Krebsforschung

Albert Sickmann, Vorstandsvorsitzender des ISAS, hat am 16. September das Institut beim "HUPO2017 Global Leadership Gala Dinner" in der irischen Hauptstadt Dublin vertreten, zu dem auch der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden eingeladen war. Das Event wurde von der "Cancer Moonshot"-Initiative angestoßen, an der das ISAS beteiligt ist und die unter der Schirmherrschaft von Joe Biden steht. Gastgeber war die Human Proteome Organization (HUPO).

Joe Biden hielt zu diesem Anlass einen Keynote-Vortrag, bei dem es um die "Internationale Kooperation im Kampf gegen Krebs" ging – dem Kernthema der "Cancer Moonshot"-Initiative. In diesem Kooperationsverbund hat sich das ISAS 2016 (als bislang einziges deutsches Institut) mit einigen führenden Forschungseinrichtungen in Nordamerika zusammengeschlossen, um mit neuen Proteogenomics-Methoden die Erforschung von Krebsursachen und Therapiemöglichkeiten zu verbessern. Im Fokus steht dabei nicht nur die detaillierte Untersuchung des Genoms von Tumoren, sondern auch die Analyse der von diesen Genen exprimierten Proteine und ihrer Modifikationen. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit sollen über Plattformen und Publikationen der (Fach-)Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, um die Krebsforschung international voranzutreiben.

Von diesem Vorhaben angeregt, hat die HUPO das Thema Krebsbekämpfung ebenfalls für sich entdeckt und will unter anderem auf dem HUPO World Congress 2017 weitere Kooperationen in diesem Bereich anstoßen. Innerhalb der "Cancer Moonshot"-Initiative ist inzwischen eine eigene Forschungsorganisation entstanden: Das International Cancer Proteogenome Consortium (ICPC) hat bereits Vereinbarungen mit zahlreichen Forschungseinrichtungen in elf Ländern geschlossen, die ihre Proteogenomdaten für die Krebsbekämpfung zur Verfügung stellen wollen (Data Sharing Pledge). Aus Europa sind inzwischen auch schwedische, britische und schweizerische Forscherteams beim ICPC eingestiegen; das ISAS ist jedoch nach wie vor der einzige deutsche Partner dieses Konsortiums.