Molekulare
Diagnostik

Wissenschaft und Medizin haben in den vergangenen Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht; trotzdem können die heute erhältlichen Medikamente und Therapieansätze nur etwa 50 Prozent der Menschen helfen, die an den so genannten Volkskrankheiten (Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurodegenerative und neurologische Erkrankungen) leiden. Gerade diese Erkrankungen haben oft viele verschiedene Ursachen, bei denen genetische Veranlagungen ebenso eine Rolle spielen wie Umwelt- und Ernährungseinflüsse, so dass die Krankheiten unterschiedlich verlaufen und auf Therapien ansprechen können. Zusätzlich werden Volkskrankheiten häufig zu spät diagnostiziert, um sie vollständig zu heilen oder auch nur aufzuhalten.

Das ISAS hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die molekularen Grundlagen verschiedener Volkskrankheiten zu erforschen und zudem neue analytische Methoden und Technologien zu entwickeln, mit denen man diese Krankheiten möglichst früh erkennen und therapieren kann. Daran arbeiten die Wissenschaftler des Instituts in mehreren Schritten: Sie suchen nach so genannten Biomarkern, die charakteristisch für eine bestimmte Krankheit sind, und entwickeln neue Konzepte, um die Diagnose zu erleichtern oder überhaupt erst zu ermöglichen. Außerdem wollen sie biologische Systeme wie Zellen oder Organe sowie die interzelluläre Kommunikation besser verstehen und entwickeln darauf spezialisierte Analysemethoden und -protokolle. Zuverlässig funktionierende Methoden werden schließlich validiert und damit für den Transfer in die Medizin oder Pharmazie vorbereitet. Zu diesem Zweck baut das Institut derzeit einen eigenen Bereich Validierung auf, der diese Schritte bis hin zum Transfer in neue Anwendungen begleitet. 

Forschungsschwerpunkte

Systemanalyse

Im Schwerpunkt Systemanalyse entwickeln wir neue Untersuchungs- und Messkonzepte für komplexe Analysen der Kommunikation in biologischen Systemen.

Diagnostische Verfahren

Die Arbeiten im Schwerpunkt Diagnostische Verfahren konzentrieren sich darauf, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung für die Entwicklung klinisch relevanter Anwendungen zu nutzen.