Strategien zur personalisierten Frühdiagnose, Prävention und Therapie-Monitoring für kardiovaskuläre Erkrankungen

In ihrem Hauptprojekt befasst sich die Arbeitsgruppe Standardisierung mit Methoden zur Analyse des Blutplättchen-Proteoms. Im Fokus der Arbeiten steht die Frage, ob sich aus dessen Veränderungen Informationen über den Gesundheitszustand von Patienten ableiten lassen. Die Gruppe wendet dabei Targeted-Proteomics-Technologien an, um die exakten Mengenverhältnisse von verschiedenen Proteinen in Blutplättchen zu bestimmen, denn diese Proteinzusammensetzung ist von zentraler Relevanz für Gerinnungsstörungen, wie sie bei vielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rolle spielen.

Um eine belastbare Datenbasis für die Identifikation von Biomarkern und die Bestimmung ihrer Normalverteilung zu erhalten, werden Proben von verschiedenen Bevölkerungsgruppen, unterteilt nach Erkrankung, Alter, Geschlecht, Body Mass Index und Rauchgewohnheiten, über einen langen Zeitraum mittels gezielter Massenspektrometrie untersucht. Anhand der Daten identifiziert die Arbeitsgruppe zunächst den „Normalzustand“ gesunder Blutplättchen; aus dem Vergleich mit Proben von Herz-Kreislauf-Patienten sollen künftig Informationen zum Gesundheitszustand oder auch zum Erkrankungsrisiko abgeleitet werden.