(Bio-)Grenzflächen

Grenzflächen sind allgegenwärtig in der Wissenschaft, aber auch im Alltag. Sie bestimmen chemische, physikalische und biologische Eigenschaften von Vorgängen in der Natur ebenso wie die Funktion von modernen Bauelementen in der Nanotechnologie, Halbleitertechnologie oder Biotechnologie.

Wir haben täglich mit Grenzflächen zu tun – zum Beispiel, wenn ein Fahrrad zu rosten beginnt. Auch die Verschmutzung von Oberflächen oder der Lotus-Effekt finden an Grenzflächen statt, also dort, wo verschiedene Materialien direkt aufeinander treffen. Weil Grenzflächen großen Einfluss auf die optischen Eigenschaften und die Struktur eines Materials sowie auf sein Verhalten in chemischen Reaktionen haben können, ist es wichtig, solche Vorgänge genau zu verstehen.

Am ISAS stehen vor allem Grenzflächen im Fokus, die aus der Kombination organischer und anorganischer Materialien entstehen, so gennante Biohybrid-Strukturen. Solche Strukturen sind unter anderem die Bausteine für neue sensorische Bauelemente mit definierten chemischen und physikalischen Eigenschaften sowie hoher Integrationsfähigkeit.

Forschungsschwerpunkte

ISAS-Strategiefonds

Im Zentrum dieses institutsinternen Wettbewerbs steht die Förderung wissenschaftlicher Ideen, die strategische Ziele des ISAS unterstützen.

Biomolekulare Sensorik

Funktionalisierte Oberflächen werden in der Biomedizin benötigt, zum Beispiel für den Bau von Biosensoren, in denen anorganische und organische Komponenten direkten Kontakt haben.

Biohybrid-Grenzflächen

Hybrid-Grenzflächen aus Biomolekülen und anorganischen Materialien haben eine hohe wissenschaftliche Relevanz und ein enormes innovatives Potential.