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Single News - 2011
(Ältere News: 2010 | 2009 | 2006 - 2008 | Neuere News: 2012)
Albert Sickmann wird stellvertretender Sprecher der Sektion D der Leibniz-Gemeinschaft
Im Rahmen der Leibniz-Jahrestagung in Frankfurt am Main wurde Albert Sickmann zum stellvertretenden Sprecher der Sektion D gewählt. Dieser Sektion gehören die Leibniz-Institute mit Natur-, Technik- oder Ingenieurwissenschaftlicher Ausrichtung an, zu denen auch das ISAS zählt. Die fünf Sektionen repräsentieren das wissenschaftliche Profil der Leibniz-Gemeinschaft. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere die Förderung des wissenschaftlichen Erfahrungsaustausches und der Zusammenarbeit sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Jürgen Bethke neuer Sprecher des Leibniz-Verwaltungsausschusses
Der Verwaltungsausschuss der Leibniz-Gemeinschaft hat den kaufmännischen Leiter des ISAS, Jürgen Bethke, zum neuen Sprecher gewählt. Der Ausschuss dient dem Erfahrungsaustausch der Mitgliedseinrichtungen in administrativen Angelegenheiten und bildet spezielle Arbeitskreise, um Fragestellungen zu kaufmännischen, administrativen, rechtlichen und finanztechnischen Themen zu bearbeiten. Jürgen Bethke vertritt das ISAS seit fast zwei Jahrzehnten in diesem Gremium.
Albert Sickmann zum Vorstandsvorsitzenden des ISAS ernannt

- Prof. Dr. Norbert Esser

- Prof. Dr. Albert Sickmann
In der Führungsspitze des ISAS gibt es einen Wechsel: Prof. Norbert Esser wird sein Amt als Vorstandsvorsitzender zum 31. Oktober niederlegen. Das Kuratorium des ISAS bestellte Prof. Albert Sickmann zum neuen Vorstandsvorsitzenden.
Prof. Esser ist am ISAS für den Forschungsbereich Material- und Grenzflächenanalytik zuständig und hatte seit Juni 2008 den Vorsitz im Vorstand inne. Er wird sich in Zukunft vor allem auf die Belange des Berliner Institutsteils konzentrieren: Dort steht in den nächsten beiden Jahren die dringend erforderliche Modernisierung der Infrastruktur an.
„Nach der erfolgreichen Evaluierung des ISAS durch die Leibniz-Gemeinschaft im Jahr 2010 und angesichts der anstehenden Aufgaben in Berlin ist nun der geeignete Zeitpunkt, den Vorsitz für die nächsten Jahre an meinen Vorstandskollegen Albert Sickmann zu übergeben“, so Prof. Esser.
Prof. Albert Sickmann leitet seit 2009 den Forschungsbereich Bioanalytik am ISAS und hat in den vergangenen Jahren entscheidend am Aufbau des lebenswissenschaftlichen Forschungszweiges mitgewirkt. Als Vorstandsvorsitzender wird er nun die Aufgabe übernehmen, die beiden Forschungsbereiche noch enger miteinander zu verzahnen und so die Position des ISAS als Institut mit nahezu einzigartiger wissenschaftlicher Ausrichtung zu stärken.
„Die Verknüpfung von material- und lebenswissenschaftlichen Methoden eröffnet uns ganz neue Wege in der Forschung“, so Prof. Sickmann. „Wir haben hier am ISAS einzigartige Möglichkeiten der Zusammenarbeit geschaffen, die wir in Zukunft noch stärker nutzen wollen.“
Auch im Kuratorium des ISAS gab es personelle Änderungen: Die Mitgliederversammlung wählte die Dortmunder Politikerin Ulla Burchardt in das Aufsichtsgremium des Instituts. Frau Burchardt sitzt als Abgeordnete im Deutschen Bundestag, ihr Fachgebiet ist die Bildungs-, Forschungs- und Technologiepolitik. Dem Kuratorium des ISAS wird sie zum Jahresbeginn 2012 beitreten. Prof. Ingolf Hertel vom Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik in Berlin sowie Prof. Karl-Siegfried Boos vom Klinikum der Universität München werden dagegen zum Jahresende 2011 aus dem Aufsichtsgremium ausscheiden.
Hintergrundinfos:
Zum ISAS:
Das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e.V. ist ein eingetragener Verein mit dem Zweck der Förderung der analytischen Wissenschaften. Dazu zählt insbesondere die Entwicklung neuer und verbesserter analytischer Verfahren, Methoden und Geräte und deren Anwendung vor allem auf dem Gebiet der Lebens- und Materialwissenschaften. Der Verein hat die Gremien Mitgliederversammlung, Kuratorium, Wissenschaftlichen Beirat sowie den Vorstand. Die Mitgliederversammlung wählt die Mitglieder des Kuratoriums. Das Kuratorium übernimmt die Funktion eines Aufsichtsrates, bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt auch den Vorstandsvorsitzenden. Der Wissenschaftliche Beirat wiederum berät das Institut in wissenschaftlichen Fragen und begleitet seine Entwicklung in Form einer kontinuierlichen Überprüfung. Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins.
Zur Leibniz-Gemeinschaft:
Das ISAS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, der zurzeit 87 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie zwei assoziierte Mitglieder angehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind ca. 7.800 Wissenschaftler, davon wiederum 3.300 Nachwuchswissenschaftler.
Weitere Informationen unter www.leibniz-gemeinschaft.de
Verantwortlich für den Text: Tinka Wolf, Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e.V.
Der Abdruck der Pressemitteilung ist kostenfrei unter Nennung der Quelle. Über ein Belegexemplar würden wir uns freuen.
Kontakt:
Tinka Wolf
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0231 1392 234
Mail: tinka.wolf@isas.de
Hier gibt es die Pressemitteilung als PDF.
Forschen mit Familie

Am 25. August 2011 wurde dem Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) das „audit berufundfamilie“ erteilt. Mit dem Zertifikat bekennt sich das Institut zu einer familienbewussten Personalpolitik, die den MitarbeiterInnen weitere Möglichkeiten verschafft, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.
NaturwissenschaftlerInnen fällt das oft besonders schwer, denn Forschung ist kein Nine-to-Five-Job. Das schlägt sich unter anderem in einer geringen Anzahl weiblicher Wissenschaftler in höheren Positionen nieder: Obwohl immer mehr junge Frauen eines der so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) studieren, schaffen es nur wenige von ihnen später bis an die Spitze einer Forscherkarriere. Auch das ISAS hat mit dem Mangel an weiblichen Spitzenforscherinnen zu kämpfen.
Dabei hat das Institut die Grundbedingungen für familienfreundliches Arbeiten bereits umgesetzt: Schon heute gibt ein sehr flexibles Arbeitszeitmodell und verschiedene Möglichkeiten für Elternzeitregelungen. Doch das ISAS will noch einen Schritt weitergehen und eine familienfreundliche Unternehmenskultur etablieren. Dazu wurde ein Maßnahmenkatalog vereinbart, in dem unter anderem noch bessere Kommunikationsstrukturen und eine familiengerechte Arbeitsstruktur festgeschrieben sind. Die MitarbeiterInnen sollen in Zukunft umfassend über ihre Möglichkeiten informiert werden, und Meetings werden grundsätzlich zu familienfreundlichen Zeiten angesetzt. Außerdem soll eine Regelung für Telearbeit diskutiert werden.
Drei Jahre hat das ISAS nun Zeit, die vereinbarten Maßnahmen umzusetzen. Nach Ablauf der Frist wird das Zertifikat verlängert – sofern das Institut die gesteckten Ziele erreicht hat. „Ein Wandel in der Unternehmenskultur braucht natürlich Zeit“, erklärt Regina Fehring, Frauenbeauftragte am ISAS. „Ich bin aber sicher, dass wir die Maßnahmen umsetzen können. Wir sind bereits auf dem richtigen Weg – jetzt muss das Thema nur noch in den Köpfen der Mitarbeiter verankert werden.“
Die weiblichen Spitzenforscher können also kommen. Und die männlichen natürlich auch.
Hintergrundinfos:
Zum Audit:
Arbeitgeber, die am audit berufundfamilie® erfolgreich teilnehmen, unterscheiden sich von anderen durch deutlich attraktivere Angebote in Bereichen wie Arbeitsplatzflexibilisierung, Telearbeit und Kinder- bzw. Angehörigenbetreuung. Damit erlangen sie auch zunehmend Vorteile bei der Gewinnung von Nachwuchskräften aus aller Welt, für die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlich öfter als früher ein ausschlaggebendes Entscheidungskriterium bei der Jobauswahl ist.
Weitere Informationen unter www.beruf-und-familie.de
Zur Leibniz-Gemeinschaft:
Das ISAS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, der zurzeit 87 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie zwei assoziierte Mitglieder angehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind ca. 7.800 Wissenschaftler, davon wiederum 3.300 Nachwuchswissenschaftler.
Weitere Informationen unter www.leibniz-gemeinschaft.de
Verantwortlich für den Text: Tinka Wolf, Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e.V.
Der Abdruck der Pressemitteilung ist kostenfrei unter Nennung der Quelle. Über ein Belegexemplar würden wir uns freuen.
Kontakt:
Tinka Wolf
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0231 1392 234
Mail: tinka.wolf@isas.de
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Zell-Netzwerk soll Tierversuche ersetzen
Tiere sind keine Menschen: Diese leidvolle Erfahrung mussten schon viele Wissenschaftler machen, die vielversprechende Medikamente an Tieren getestet hatten und dann feststellten, dass der Mensch ganz anders darauf reagiert. Tierversuche sind also nicht nur aus ethischer Sicht fragwürdig, sondern haben oft eine geringe Aussagekraft. Die Forschung braucht Alternativen, und spätestens seit der EU-Chemikalienverordnung REACH ist das Problem dringlich geworden: Zehntausende Substanzen müssen neu getestet werden – mangels Ersatzmethoden wohl wieder an Tieren. Schnelle und tierversuchsfreie Testsysteme wären daher von unschätzbarem Wert für die Wissenschaft.
Eine vielversprechende Methode haben Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) in Dortmund gemeinsam mit dem Nachbarinstitut IfADo (Leibniz-Institut für Arbeitsforschung) entwickelt: Bereits im letzten Jahr stellten sie den Network Formation Assay (NFA) vor, mit dem sie schnell und einfach Nervengifte testen können. Nun wollen sie ihre Methode als Ersatzmethode für Tierversuche etablieren und konnten dafür Gelder beim BMBF einwerben: Das Ministerium wird das Projekt drei Jahre lang mit insgesamt 760.000 Euro fördern. Losgehen soll es am 1. Juni.
Der NFA beruht auf einem Mikrochip, auf dem die Wissenschaftler um Jonathan West menschliche Nervenzellen wachsen lassen. Die Oberfläche des Chips ist so behandelt, dass die Zellen sich nur an bestimmten Punkten ansiedeln können; so erzeugen sie ein regelmäßiges Sechseckmuster. Wenn die Nervenzellen wachsen, bilden sie Fortsätze zu ihren Nachbarn aus. Dank der regelmäßigen Anordnung können diese Fortsätze in einem standardisierten Verfahren gemessen werden.
Werden die Zellen einem Nervengift ausgesetzt, wird die Vernetzung der Zellen gestört. Daraus leiten die Wissenschaftler die Neurotoxizität eines Stoffes ab. Jonathan West erklärt: „Mit dieser Methode lässt sich ein Neurotoxin-Screening auf die Dauer von wenigen Stunden verkürzen. So kann man in kurzer Zeit eine große Zahl an Substanzen auf ihre neurotoxische Wirkung hin testen.“Seit der ersten Veröffentlichung im vergangenen Jahr haben West und seine Kollegen bereits die neue Chip-Generation entwickelt, auf der zwischen den Andockstellen mikrometerbreite Spuren für die Zellfortsätze verlaufen. Dadurch wachsen die Zellen noch regelmäßiger. Nun geht es darum, diesen Chip für die Anwendung fit zu machen: Bisher arbeiteten die Wissenschaftler mit so genannten Neuroblastom-Zellen, die sich zwar fast wie Nervenzellen verhalten, aber nur eine Art Vorstadium richtiger Nervenzellen darstellen. Um als vollwertige Ersatzmethode zu gelten, muss der Chip jedoch auch mit voll entwickelten Neuronen funktionieren. „Richtige Nervenzellen sind allerdings viel empfindlicher als Neuroblastom-Zellen“, sagt Jonathan West. „Daher müssen wir die Umgebungsbedingungen auf dem Chip an die Bedürfnisse der Neuronen anpassen, damit sie überhaupt wachsen.“
Das ISAS-Team kooperiert auch bei diesem Projekt wieder mit dem IfADo, das schon an der ersten Entwicklung des Chips beteiligt war. Außerdem konnten die Forscher die Firma Schott als Industriepartner ins Boot holen; deren Produktgruppe Nexterion stellt Spezialgläser für Microarrays her und wird daher das Material für die Nervenzell-Chips liefern.
Hintergrundinfos:
Der NFA wurde im Januar 2010 im Fachmagazin „Lab on a Chip“ vorgestellt: “The network formation assay: A spatially standardized neurite outgrowth analytical display for neurotoxicity screening”; Frimat, J.-P.; Sisnaiske, J.; Subbiah, S.; Menne, H.; Godoy, P.; Lampen, P.; Leist, M.; Franzke, J.; Hengstler, J. G.; van Thriel, C.; West, J.; Lab on a Chip 10 (2010) 701-709
Das ISAS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der derzeit 87 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie zwei assoziierte Mitglieder gehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind ca. 7.800 Wissenschaftler, davon wiederum 3.300 Nachwuchswissenschaftler.Weitere Informationen unter www.leibniz-gemeinschaft.de.
Verantwortlich für den Text: Tinka Wolf, Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e.V.
Der Abdruck der Pressemitteilung ist kostenfrei unter Nennung der Quelle. Über ein Belegexemplar würden wir uns freuen.
Kontakt:
Tinka Wolf
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0231 1392 234
Mail: presse@isas.de
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Girls Day am ISAS
Am 14. April war wieder Girls Day: Bundesweit konnten junge Mädchen an diesem Tag in „Männerberufe“ in Wissenschaft und Technik hineinschnuppern. Auch das ISAS beteiligte sich wieder an der Aktion. Das Institut bot zwölf Schülerinnen ab 13 Jahren aufwärts die Möglichkeit, sich in den Labors umzuschauen und eigene Versuche zu machen.
Unter dem Motto „Was die Welt zusammenhält – den kleinen Dingen auf der Spur“ starteten die Mädchen ihre Tour am ISAS-Gebäude in der Bunsen-Kirchhoff-Straße. Dort besuchten Sie Alex von Bohlen und lernten etwas über Elektronenmikroskopie und Materialanalytik. Anschließend führte die Tour zum ISAS-Gebäude auf dem Campus der TU, wo die Mädchen in den Laborkittel schlüpfen und experimentieren durften: Rolf Bandur und Peter Jacob zeigten den Mädchen, was flüssiger Stickstoff mit Obst anrichten kann, was es mit den „Schlangen des Pharao“ auf sich hat, wie man kleine Styroporkugeln in einer akustischen Falle schweben lässt und warum Laborgefäße inzwischen so winzig sind, dass sie auf einen Chip passen und nur noch unter dem Mikroskop betrachtet werden können.
Zum Abschluss des Besuchs konnten die Mädchen beim gemeinsamen Mittagessen mit zwei jungen Wissenschaftlerinnen des ISAS ihre Fragen rund um den Beruf loswerden.
Nano-Kunst aus dem ISAS in New York
Weit gereist sind einige Bilder von Alex von Bohlen aus dem Projektbereich Materialanalytik: Sie werden vom 13. April bis 2. Juni im Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus in New York ausgestellt. Die Ausstellung „NanoArt“ ist Teil der Veranstaltung „Nanovation New York“, bei der es um Chancen und Entwicklungen in der Nanotechnologie geht. Die Bilder aus dem ISAS werden zusammen mit Werken aus dem Zentrum für Nanointegration Duisburg-Essen, der Nanosystems-Initiative München, dem „Center for Nanoscience“ in München, den Universitäten im Ruhrgebiet sowie der Max-Planck-Gesellschaft gezeigt. Ziel der Veranstaltung ist es, die deutschen Nanotechnologie-Standorte vorzustellen und Wissenschaftler oder Doktoranden für einen Aufenthalt in Deutschland zu gewinnen.
Weitere Informationen gibt es hier:
Albert Sickmann im Vorstand von BioIndustry
Prof. Albert Sickmann, Leiter des Forschungsbereichs Bioanalytik am ISAS, wurde Ende März zum stellvertretenden Vorsitzendes des BioIndustry e.V. gewählt. Der Verein mit Sitz in Dortmund fördert die Biotechnologie in Wissenschaft, Forschung und Weiterbildung sowie in den für die Anwendung wichtigen Technologien. Die Mitglieder des BioIndustry e.V. vernetzen sich in Projekten und stellen einander Wissen und Ressourcen zur Verfügung. So entstehen nachhaltige Kooperationen, von denen besonders kleine und mittlere Biotech-Unternehmen profitieren können.
A.M.S.El.-Preis für junge ISAS-Forscherin
Jessica Köster aus dem Projektbereich Metabolomics hat den A.M.S.El.-Preis für ihre Arbeiten zur Bestimmung nicht kovalent gebundener, niedrigmolekularer Metallspezies in Pflanzen erhalten. Der Preis wird alle 2 Jahre vom „Arbeitskreis für Mikro- und Spurenanalytik der Elemente und Elementspezies“ der GDCh verliehen und ist mit 1500 Euro dotiert. Er wird zur Auszeichnung hervorragender wissenschaftlicher Arbeiten auf dem Gebiet der chemischen Mikro- und Spurenanalyse vergeben und dient der Anerkennung und Förderung jüngerer Wissenschaftler.
"Eins mit Sternchen" für das ISAS
Gute Nachrichten am ISAS: Das Institut, seit fast 60 Jahren in Dortmund ansässig, hat soeben eine exzellente Bewertung erhalten. Im September 2010 stellte sich das ISAS der regelmäßigen Evaluierung durch die Leibniz-Gemeinschaft. Der dreitägige Besuch an den Standorten in Dortmund und Berlin hat bei der Gutachterkommission offenbar Eindruck hinterlassen: Sie lobte Forschung und Struktur der Einrichtung als „europaweit einzigartig“.
Am Mittwoch (16. März) nahm der Senat der Leibniz-Gemeinschaft Stellung zu diesem Bericht und schloss sich dem positiven Urteil der Bewertungsgruppe an. Er empfahl daher Bund und Ländern, das ISAS wegen seiner erfolgreichen Forschung auch weiterhin zu fördern. Durch die konsequente Umsetzung seines Konzeptes habe sich das ISAS zu einer äußerst erfolgreichen Einrichtung der analytischen Forschung in Deutschland entwickelt, die auch international sichtbar und anerkannt sei, heißt es in der Stellungnahme.
Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Karl Ulrich Mayer, zeigte sich beeindruckt von der guten Bewertung: „Das ISAS hatte nach schwierigen Zeiten im Jahr 2003 ein Neustrukturierungskonzept vorgelegt. Dessen konsequente Umsetzung, die wissenschaftlich höchst erfolgreich war, lobt der Senat der Leibniz-Gemeinschaft zu Recht. Wenn es dann noch heißt, es herrsche „eine dynamische, engagierte und positive Arbeitsatmosphäre am Institut“, dann ist das ein Lob für die Institutsleitung, wie man es sich kaum besser wünschen könnte.“
Entsprechend stolz ist man am ISAS auf den Erfolg. Prof. Albert Sickmann, Vorstandsmitglied und Leiter des Forschungsbereichs Bioanalytik, dankte allen Mitarbeitern für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren. „Dieses gute Ergebnis haben wir gemeinsam erreicht“, sagte er. „Nun gilt es, den Erfolg in den nächsten Jahren fortzusetzen. Es ist ein bisschen wie im Fußball: Nach der Evaluierung ist vor der Evaluierung.“ Der nächsten Prüfung durch die Leibniz-Gemeinschaft muss sich das ISAS in sieben Jahren unterziehen.
Das Institut wurde im Jahr 1952 am Standort Dortmund gegründet und hat sich seitdem nicht nur als international anerkanntes Forschungsinstitut einen Namen gemacht, sondern sich auch in der Region Dortmund als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb etabliert. Derzeit arbeiten 165 Menschen am ISAS; die aktuell sieben Auszubildenden verteilen sich auf die Bereiche Biologie- und Chemielaborant/in, Bürokaufmann/-frau und Feinmechaniker/in mit Schwerpunkt Feinmechanik.
Hintergrundinfos:
Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft wird das ISAS zu gleichen Teilen von Bund und Ländern gefördert. Um diese Förderung zu erhalten, muss sich das Institut alle sieben Jahre einer genauen Prüfung unterziehen. Es wird dann von einer Kommission aus externen Wissenschaftlern begutachtet, die unter anderem die wissenschaftliche Leistung, das Forschungskonzept, die Personalstruktur und die Kooperationen mit anderen Einrichtungen bewertet. Die Kommission gibt ihren Evaluierungsbericht anschließend an den Leibniz-Senat, der dazu öffentlich Stellung nimmt. Diese Stellungnahme wiederum bildet die Grundlage für die endgültige Entscheidung über die Zukunft der evaluierten Einrichtung; sie wird von Bund und Ländern in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) gefällt. In der Regel folgt die GWK allerdings der Einschätzung des Leibniz-Senats.
Verantwortlich für den Text: Tinka Wolf, Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e.V.
Der Abdruck der Pressemitteilung ist kostenfrei unter Nennung der Quelle. Über ein Belegexemplar würden wir uns freuen.
Kontakt:
Tinka Wolf
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Mail: presse@isas.de
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Die komplette Stellungnahme des Senats finden Sie auf der Leibniz-Homepage.
Von Dopinganalytik bis Hochleistungsrechner: 44. DGMS-Jahrestagung in Dortmund
Jedes „CSI“-Team hat mindestens eines: Im Fernsehen haben Massenspektrometer schon so manchen kniffligen Kriminalfall gelöst. Und auch in der Realität sind die Geräte aus vielen Laboren nicht mehr wegzudenken. Sie gehören zu den wichtigsten Werkzeugen der modernen Analytik. Weil sie im Prinzip die Struktur und die Eigenschaften jedes beliebigen Moleküls analysieren können, werden sie auf vielfältige Weise eingesetzt: In Physik und Chemie, in den Geo- und Lebenswissenschaften, in der Umweltanalytik oder der Qualitätskontrolle.
Aktuelle Trends und Fortschritte auf dem Gebiet der Massenspektrometrie werden vom 27. Februar bis zum 02. März in Dortmund diskutiert: Dort trifft sich die Deutsche Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS) zu ihrer 44. Jahrestagung. Erwartet werden etwa 450 Teilnehmer aus dem In- und Ausland. Zu den Schwerpunktthemen der Tagung zählen unter anderem Dopinganalytik, (Umwelt-)Toxikologie, Hochdurchsatz-Datenanalyse und die so genannten „Omics“-Technologien Proteomics, Metabolomics sowie Lipidomics.
Die Tagung wird abgerundet durch einen Gastvortrag des Dortmunder Physikers Prof. Metin Tolan zum Thema „Geschüttelt, nicht gerührt – James Bond im Visier der Physik“ am Dienstag. Anschließend treffen sich die Teilnehmer zum „Conference Dinner“ im Signal-Iduna-Park, zu dem auch eine Führung durch das Stadion gehört.
Die DGMS-Jahrestagung wird jedes Jahr in einer anderen deutschen Stadt ausgerichtet. In diesem Jahr haben das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) in Dortmund sowie das Medizinische Proteom-Center (MPC) in Bochum die Organisation übernommen; Veranstaltungsort ist die Technische Universität Dortmund.
„Massenspektrometrie ist eine etablierte Methode, die sich in den vergangenen Jahren an enorm gestiegene Anforderungen anpassen musste“, sagt Albert Sickmann, der am ISAS den Forschungsbereich Bioanalytik leitet und bereits seit vielen Jahren mit Massenspektrometern arbeitet. So werden Massenspektrometer in den so genannten „Omics“ (z.B. Proteomics) für Hochdurchsatz-Analysen genutzt. Diese Art der Forschung wurde erst durch die massiven Fortschritte auf dem Gebiet der IT möglich. Auch in anderen Bereichen der Analytik – etwa der Umwelt- sowie der Dopinganalytik – müssen Massenspektrometer mit der Entwicklung Schritt halten: Für immer neue synthetische Substanzen benötigt man immer neue Methoden oder Methoden-Kombinationen.
„Der Trend geht heute hin zu immer sensitiveren Geräten, mit denen man auch seltene Verbindungen aufspüren kann“, so Prof. Sickmann. „Für umfassende Systemanalysen – etwa von Zellen oder Zellverbänden – werden massenspektrometrische Methoden eigentlich jetzt erst so richtig interessant.“
Verantwortlich für den Text: Tinka Wolf, Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e.V.Der Abdruck der Pressemitteilung ist kostenfrei unter Nennung der Quelle. Über ein Belegexemplar würden wir uns freuen.
Kontakt:
Tinka Wolf,
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0231 1392 234
Mail: presse(at)isas.de
Einen detaillierten Nachbericht zur Tagung finden Sie hier.
"Science meets Parliament" im NRW-Landtag
Am 24. Februar trafen sich Parlamentarier und Wissenschaftler aller Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft in Nordrhein-Westfalen zum Dialog im Düsseldorfer Landtag. Unter dem Motto „Science meets Parliament“ stellten die Wissenschaftler interessierten Politikern ihre Arbeitsbereiche vor und informierten sie über zukunftsweisende Themen. Am Abend fanden in der Villa Horion eine Podiumsdiskussion und ein Empfang statt.
Zu den Gästen des Abends zählte auch Helmut Dockter, Staatssekretär des NRW-Wissenschaftsministeriums. Gemeinsam mit dem Leibniz-Präsidenten Karl-Ulrich Mayer sowie dem Politologen Klaus Landfried erörterte er in der Podiumsdiskussion das Thema „Wie viel Föderalismus (v)erträgt die Forschung?“.
„Es freut mich, dass „Science meets Parliament“ in NRW bereits zum zweiten Mal stattfindet“, erklärte der Staatssekretär im Rahmen der Veranstaltung. „Ich halte das für eine gute Möglichkeit, den Austausch zwischen Wissenschaft und Forschung auf der einen und der Politik auf der anderen Seite weiter zu intensivieren. Die Landesregierung von NRW sieht Wissenschaft und Forschung als Schlüssel zur Lösung der gesellschaftlichen Aufgaben, vor die uns Klimawandel, demografische Entwicklung, Ressourcenknappheit etc. stellen.“
Die zwölf Leibniz-Einrichtungen in NRW mit ihrer großen Themenvielfalt können der Politik Gesprächspartner für solche Zukunftsfragen bieten. „Science meets Parliament“ hat einen Rahmen geschaffen, der ihre Begegnung ermöglicht. Zahlreiche NRW-Abgeordnete haben die Gelegenheit genutzt und Leibniz-Wissenschaftler zu Gesprächen in den Landtag eingeladen. Der abendliche Empfang bot beiden Seiten die Gelegenheit, die Gespräche des Tages zu vertiefen.
Staatssekretär Dockter zeigte sich erfreut über die positive Resonanz auf die Veranstaltung. „Wir müssen die Lösungsmöglichkeiten für wichtige Zukunftsfragen miteinander diskutieren“, sagte er. „Nur so ist eine nachhaltig erfolgreiche Wissenschafts- und Forschungspolitik möglich. Nur so schafft Wissenschaft die Chancen, die wir für eine nachhaltige Entwicklung in NRW brauchen.“
Die Leibniz-Einrichtungen in NRW jedenfalls wollen den Dialog aufrecht erhalten und „Science meets Parliament“ auch in Nordrhein-Westfalen als regelmäßigen Termin etablieren.
Verantwortlich für den Text: Tinka Wolf, Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e.V.Der Abdruck der Pressemitteilung ist kostenfrei unter Nennung der Quelle. Über ein Belegexemplar würden wir uns freuen.
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Karsten Hinrichs habilitiert
Dr. Karsten Hinrichs aus dem Institutsteil Berlin hat sich erfolgreich an der TU Dresden habilitiert. Bereits im Januar verteidigte er seine Arbeit mit dem Titel „Infrarotellipsometrie zur Strukturanalyse dünner organischer Schichten“ und hielt außerdem eine Probevorlesung zum Thema „Eiskerne als Fenster in die Vergangenheit“. Nun ist die Habilitation offiziell beurkundet.
Die Zusammenarbeit mit der TU Dresden ist aus einer langjährigen Kooperation von Dr. Hinrichs‘ Arbeitsgruppe mit dem Dresdener Leibniz-Institut für Polymerforschung entstanden.
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