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Phosphoproteomics

Die post-translationale Phosphorylierung von Proteinen ist in nahezu alle wichtigen zellulären Prozesse involviert und moduliert unter anderem Proteinfaltung, -aktivität, -wechselwirkung, -lokalisation und –abbau.
Demzufolge kann eine fehlerhafte Regulation der Phosphorylierung/ Dephosphorylierung von Aminosäuren dramatische Konsequenzen für die Zellvitalität haben und wird u. a. mit kardiovaskulären und neurodegenerativen Erkrankungen sowie Krebs in Verbindung gebracht. 
Aufgrund ihrer enormen klinischen Relevanz stellt die Phosphorylierungsanalyse eine große Herausforderung für die biochemische und biomedizinische Forschung dar. Hindernisse bei der Phosphorylierungsanalyse bestehen im transienten Charakter dieser Modifikation sowie in der generell niedrigen Stöchiometrie von Phosphorylierungsstellen. Mit Hilfe eines komplexen Netzwerkes aus hunderten Kinasen und Phosphatasen  können sich Phosphorylierungsmuster innerhalb weniger Sekunden signifikant ändern.
Die Nachwuchsgruppe Phosphoproteomics entwickelt neue Methoden und Strategien für eine umfangreiche, quantitative und zeitaufgelöste massenspektrometrische Analyse von Phosphorylierungsmustern in Zellen, Organellen und auch Proteinkomplexen – mit dem Ziel unser Verständnis für zelluläre Prozesse und Signalnetzwerke zu vertiefen.

 

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